Programme 2014, 2015 & 2016


Gitarre Solo

Entgegen der gängigen Vorstellung, wonach die klassische Gitarre in erster Linie der populären, eher leichten Musik verpflichtet ist, beweist der Konzertgitarrist Friedemann Wuttke das Gegenteil: er bringt sein Instrument mit geschlossenen Konzepten zum Klingen und setzt dabei auf einen starken und intensiven Klang.

Das Zentrum seiner Konzerte bilden dabei stets anspruchsvolle und zyklisch angelegte Werke. Seine aktuellen Programme "Bach & Mozart" (mit Johann Sebastian Bachs berühmter Chaconne d-moll), "Mozart und Rossini", "Kontraste", "Nächte in spanischen Gärten" können mit Werken von Johann Sebastian Bach oder mit Musik aus Klassik und Romantik ebenso beeindrucken wie ein Klavierabend oder ein klassisches Kammerkonzert. Die spanischen und südamerikanischen Wurzeln eröffnen darüber hinaus noch eine andere, ganz eigene musikalische Gestalt, welche im Impressionismus zu neuen Klangfarben führte.


Gitarre, Bandoneon & verschiedene Ensembles

Als Astor Piazzolla mit dem Kronos Quartett in New York seine Tango Sensations einspielte, fühlten sich die amerikanischen Streicher danach wie erschlagen: Der Meister des Tango Nuevo hatte ihnen die musikalische Energie förmlich aus den Adern gesogen. Zusammen mit dem international bekannten argentinischen Bandoneonisten Marcelo Nisinman geht der Konzertgitarrist Friedemann Wuttke auf die Suche nach dieser Musik. In der 1985 komponierten „Hommage a Liege“ für Gitarre, Bandoneon und Streicher entdeckt er dabei eine intensive und tiefgründige Musik. Es ist eines der letzten zyklischen Werke des Genies, das den Tango aus dem Dunkel argentinischer Nachtclubs ins Rampenlicht der Weltmusik holte, eingerahmt von einem Klang, den Piazzolla so einzigartig geprägt hat. Die Programme sind mit Streichquintett oder mit Kammerorchester möglich.

Die Programme:

KLASSIK TRIFFT AUF TANGO

Gitarre, Bandoneon und Streicher

Klassik trifft auf Tango. Und genau diese Kombination verführt zu Programmen, die spannender und abwechslungsreicher nicht sein können. Mit Johann Sebastian Bach hatte der unvergessene Astor Piazzolla eine große Affinität. Farbenreich und kurzweilig kann auch die Gegenüberstellung von Mozart und Haydn mit den melancholischen und dunklen Werken des Tango Meisters sein.

 

HOMBRE TANGO

"Histoire du Tango"

Bandoneon, Violine, Gitarre und Kontrabass

Astor Piazzolla erzählt in seinem viersätzigen Spätwerk "Histoire du Tango" (1986), wie der Tango entstand und wie er sich durch die Generationen bis heute weiterentwickelte. Keiner wäre berufener gewesen, die Geschichte des Tango in einem Musikstück zu schildern, als der Argentinier Astor Piazzolla. Der König des Bandoneon und des Tango Nuevo hat mit seinen Kompositionen den Geist des argentinischen Tanzes so authentisch wieder zum Leben erweckt, dass er wesentlich zur “Tangomanie” unserer Zeit beitrug.

So entsteht eine Reise von den Anfängen des Tango um 1882 bis heute. Sie zeigt die Veränderung des Tango vom fröhlichen Tanz in den Bordellen des Hafenviertels von Buenos Aires hin zum gespielten Tango voll tiefer Melancholie. Durch die Einflüsse von brasilianischer Musik und der Kontrapunktik von Johann Sebastian Bach findet eine einschneidende Veränderung bestimmter Formen des alten Tango statt. In Piazzollas "Concert D'Aujourdhui" erstaunen die Reminiszenzen an Bela Bartók und Igor Strawinsky.

So trifft sich der Tango von heute in vielen Punkten mit der Neuen Musik und dem Jazz. Das Programm bringt Musik von Astor Piazzolla zusammen mit Johann Sebastian Bach und Werken von Marcelo Nisinman, der den Tango von heute wie kaum ein Anderer repräsentiert.


Duo-Programme mit Gitarre

Durch die Zusammenarbeit mit vielen Musikern, durch die Begegnungen auf Festivals im In- und Ausland entstanden verschiedene Duo-Programme. Die Klassische Gitarre geht wundervoll zusammen mit Violine und Flöte, mit Violoncello und Bandoneon. Aber auch zusammen mit dem Klavier lassen sich spannende Programme gestalten. Die unterschiedlichen Kangfarben münden dabei in eine ganz eigene Harmonie der Töne. Friedemann Wuttke spielt Duo Konzerte mit hervorragenden und international ausgezeichneten Solisten.


John Dowland - Der Meister der Melancholie

c o m e   h e a v y   s l e e p

Die Sopranistin Sarah Maria Sun und Friedemann Wuttke haben ein stilles Nachtkonzert mit Liedern, Tänzen und Briefen von John Dowland zusammengestellt. Zwei Blöcke bilden den Rahmen. In der Mitte erklingen die berühmten Folk Song Arrangemens for high voice and guitar von Benjamin Britten. Der englische Expressionist hatte eine große Nähe zu John Dowland und die Verbindung von Tradition mit Moderne ist die Brücke zum zweiten Konzertteil. Eine Dauer von einer guten Stunde, ohne Pause und vielleicht sogar ohne Zwischenapplaus. Ein Nachtkonzert, bei dem es weniger um vordergründige Virtuosität geht, sondern darum, in einem großen sinnlichen und atmosphärischen Spannungsbogen das Publikum mit den Themen Liebe, Sehnsucht, Leben und Tod zu berühren.

T h e  J o h n  D o w l a n d  C o n c e p t  >Neue CD<

Ein Programm mit Liedern des berühmten englischen Renaissance Komponisten. In diesem Quartett bilden Barock Cello und Gitarre den harmonischen Boden, über welchem sich die Singstimme und das Saxophon entfalten können. Singstimme und Saxophon übernehmen mal alleine und auch zusammen die Melodien, wobei das Saxophon sich frei macht und über die wundervollen Themen von John Dowland improvisiert. Aber auch das Cello spielt seine gesangliche Seite eindrucksvoll aus. Zwischen den Liedblöcken erklingen vier Fragmente für Gitarre Solo des englischen Expressionisten Reginald Smith-Brindle, die mit stimmungsvollen Farben die Brücke zwischen den Liedern herstellen.

SARAH SUN gesang   JOCHEN FEUCHT saxophon   FRIEDEMANN WUTTKE gitarre   WERNER MATZKE barock-cello

Ein Programm, welches nicht mit virtuosen Höhepunkten brilliert, sondern seine Energie aus der Stille heraus entfaltet, mit wechselnden Besetzungen facettenreich erklingt, jedem Spieler Raum gibt für diese atemberaubende und schöne Musik.


Gitarre & Orchester

Die Gitarrenmusik des 19. und 20. Jahrhunderts hat eine Reihe von wunderschönen und virtuosen Gitarrenkonzerten hervorgebracht. Friedemann Wuttke hat sie alle gespielt und hat auch das Problem der Balance von Gitarre und Orchester mit einer optisch nicht wahrnehmbaren und klanglich natürlichen Verstärkung gelöst. Friedemann Wuttke hat mit dem Moskauer Kammerorchester, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Ungarischen Kammerphilharmonie und anderen Orchestern musiziert.

"Bach & Vivaldi"   "Haydn & Mozart"   "Mozart & Piazzolla"   "Granados & De Falla"

2014/2015/2016 spielt der Solist mit verschiedenen nationalen und internationalen Orchestern. Die beiden Piazzolla-Programme macht Friedemann Wuttke zusammen mit dem international renommierten Bandoneonisten Marcelo Nisinman.


Gitarre & Streichquartett

Wiener Klassik & Spanischer Impressionismus

Diese seltene und zugleich spannende Kammermusikbesetzung eröffnet die Möglichkeit klassischer Programme ebenso, wie die Gestaltung eines spanischen Konzertabends. Sowohl die klassischen Konzertbesucher, aber auch Liebhaber der Gitarrenmusik und junge Hörer werden auf diese Weise erreicht und begeistert. Friedemann Wuttke spielt diese facettenreichen Programme zusammen mit verschiedenen deutschen und auch internationalen Streichquartetten. Das spanische Programm wird durch das virtuose Kastagnettenspiel von Felix Matzura abgerundet.

Ausführliche Programmvorschläge bitte bei FWuttke@aol.com anfordern.